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massagecheck dienstleisterDas ist Iris, sie ist seit ein paar Jahren selbstständige Masseurin... wie viele von uns ist sie misstrauisch sobald es um Werbung geht. Es lohnt sich aber mal genauer hin zu sehen was Massage Check so macht.
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Das Gefühl wieder ganz zu sein

Veröffentlicht von am in Erfahrungsberichte
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Man denkt immer, "mir passiert so etwas nicht" und ohne Vorwarnung liegt man plötzlich auf der Notfallstation eines Spitals. Genau da wo man nie hinmöchte, genau dann wenn man es am wenigsten erwartet. Die Ereignisse überschlagen sich und nach Röntgenaufnahmen, Tests und vielen mitleidigen Blicken heisst es "Sie haben sich die Achilles Sehne gerissen und müssen operiert werden".

Aus samstags Badminton mit viel Spass und Blödeleien auf dem Court wird bitterer Ernst. Man bekommt Krücken und Medikamente in die Hand gedrückt und nach der kurzen Instruktion wie man damit umzugehen hat... ist man plötzlich nur noch ein halber Mensch, unterwegs in einem neuen Alltag. Automatische Abläufe wie Laufen, Duschen, Schlafen oder das Anziehen werden zu einer richtigen Aufgabe die man erst lösen muss bevor man sie Ausführen kann. Der Körper gewöhnt sich an alles nur keine Sorge. Jeder hat sie, die aufmunternden Worte aber irgendwie trösten sie nicht wirklich. Man fühlt sich gereizt und in seiner Freiheit eingeschränkt. Blockiert und Müde... Die Muskulatur des herausgeforderten Körpers beklagt sich über die Misshandlung und dennoch gibt es keine Alternative.
Die Operation wird endlich ausgeführt und nachdem die Nachwehen der Narkose überwunden sind, liegt man im Bett und weiss nicht wie man sich bewegen soll. Die Naht könnte aufgehen... die Sehne wieder reissen... Der Fuss wird zur Tabuzone. Die Furcht und die Schmerzen führen zu einer Abgrenzung die sich ganz langsam aber sicher in das Unterbewusstsein schleicht.
Nach drei Tagen wird der Verband zum ersten Mal gewechselt. Der schützende Gips wird gelöst und nachdem die ganzen Lagen an Zellstoff und Binde entfernt werden liegt sie offen da. Eine hässliche Naht... Fäden die den eigenen Körper zusammenhalten. Faszination und Ekel vermischen sich mit Furcht und ich traue mich fast nicht zu atmen als die Wunde vorsichtig gepflegt wird. Ich traue auch dem Personal nicht. Was wenn er zu fest drückt oder sie den Strumpf nicht vorsichtig genug über mein Bein zieht? Die Spannung im ganzen Körper steigt. Das Bein möglichst unbewegt zu lassen fordert viel Konzentration und natürlich auch eine Körperhaltung die alles andere als gesund ist.
Als ich endlich entlassen werde bin ich plötzlich ganz alleine mit dem Fuss, der Wunde und der Angst, dass etwas passieren könnte. Ich bewege mich in einer kleinen Wohnung die aber plötzlich viele Hürden mit sich bringt. Die Krücken sind mittlerweile weniger belastend man findet Tricks die helfen und auch die Hände werden langsam härter. Der Rücken und das gesunde Bein gewöhnen sich an die extra Belastung. Sie können ja auch nicht anders. Sie müssen funktionieren.
Meine erste selbstständige Wundversorgung wird zum Überwindungsspiel mit mir selbst. Ich weiss, dass ich es hinbekommen muss. Ich habe den Pfleger zweimal gesehen wie er das macht. Es sah so einfach aus. Ich löse die Gipsschnallen, drücke die beiden Gipshälften zur Seite und ziehe meinen Fuss an die frische Luft. Ich merke, dass ich die ganze Zeit die Luft angehalten habe und sehe mir kurz den verpackten Fuss an. Kein eingetrocknetes Blut, es sieht eigentlich alles gut aus. Nun entferne ich langsam den Überstrumpf und danach die Schutzgase. Da starrt sie mich auch schon wieder an die Narbe. Sie verheilt gut und so langsam gewöhne ich mich an den Anblick. Ich reinige den Fuss und klebe vorsichtig das neue grosse Pflaster drauf. Keine Bewegung zu viel, nur das nötigste machen, sonst könnte ich wo möglich noch etwas kaputt machen. Schnell wieder den Strumpf darüber und dann kommt das grosse Problem. Wie bekomme ich den Fuss wieder in den Gips. Die beiden Hälften sind zwar elastisch, aber dennoch benötigen Sie Kraft um auseinandergezogen zu werden. Wie bekomme ich nun meinen Fuss wieder in den Gips, ohne dass ich ihn womöglich einklemme oder aus der Schonhaltung bringe? Irgendwie schaffe ich es doch noch und bin am Ende ganz erledigt.
Eine Woche später werden die Fäden gezogen und ich bekomme den Spezialschuh der mich die nächsten drei Monate begleiten wird.
"Den Schuh behalten Sie bitte die ersten drei Wochen ununterbrochen an" mahnt mich der Chirurge. "Tag und Nacht" Damit auch wirklich nichts passiert.
So muss ich mich also daran gewöhnen mit schweren Schuhen in mein Bett zu steigen und den Impuls zu verdrängen die Dinger einfach an die Wand zu knallen.
Die ersten Schritte ohne Stöcke kommen bald schon. Ein kleines Highlight das jedoch mit weiteren Hürden verbunden ist. Schritte sind nicht gleich Schritte. Ich taufe meine ersten Gehversuche "Opa-Schritte" und merke wie mein ganzer Körper an jedem Schritt mit arbeiten muss. Ich sehe anderen Fussgängern neidisch beim Laufen zu. Wünsche mir sooooo grosse Schritte machen zu können und komme verschwitzt und frustriert zuhause an. Die Körperhygiene mit dem Waschlappen ist auch kein Zuckerschlecken. Darf ich Drücken? darf ich Rubbeln? Was kann und darf ich überhaupt? Keiner hat mir das gezeigt oder ein paar Worte darüber verloren.
Wochen später entschliesse ich mich schliesslich meinem frustrierten Körper eine Auszeit zu schenken. Ich springe über meinen Schatten und buche trotz Angst einen Termin zur Massage. Als Therapeut ist man ja sowieso schon vorbelastet. In einer fremden Stadt zu sein und den Masseur noch nicht mal zu kenne, ist eine Steigerung die sich ohne weiteres in eine kleine Katastrophe verwandeln könnte. Meine Bedenken wurden jedoch nach nur kurzer Zeit in den erfahrenen Händen von Mike, meinem Masseur im Hotel Michelberger in Berlin, in Luft aufgelöst. Selten hatte ich das Vergnügen mit jemanden mit so viel Erfahrung und Einfühlsamkeit an meinem Körper arbeiten zu lassen. Immer wieder flossen die Hände an die Problemzonen zurück um noch einmal nachzusetzen. Diese beruhigende Qualität "ich bin hier und kümmere mich um dich" als bleibende Präsenz auch bei den tiefen Bindegewbsgriffen zu spüren hat einfach unglaublich gut getan. Als es schliesslich zu meinem Operierten Bein ging, bemerkte ich das sich meine innere Anspannung wieder bemerkbar machte. War das wirklich eine gute Idee? Ist es vielleicht doch ein wenig zu früh? Soll ich da jemand fremdes rann lassen? Da ich jedoch schon bereits die Qualität von Mikes Arbeit an meinem Körper Spüren durfte, liess ich ihn weiter arbeiten. Mit unglaublicher Behutsamkeit bewegte er sich Millimeter um Millimeter in den Strukturen von Fuss und Bein. Ein Gefühl des Erwachens und des Aufatmens machte sich in mir breit. Langsam steigerte er auch die Tiefe und den Druck, angespornt von meiner Atmung und meinen zufriedenen und erleichterten Seufzern.
Nach über 120 Minuten perfekter Arbeit fühlte sich mein Körper zum ersten mal wieder ganz an. Der Fuss wurde wach massiert und wieder mit meinem Körper verbunden. Mir wurde klar, dass nichts kaputt gehen konnte, dass der Fuss förmlich nach Zuwendung und Akzeptanz lechzte. Ich hatte einen Teil meines Körpers ausgegrenzt und freute mich nun durch die Hilfe von Mike wieder ein Stück näher zu mir gefunden zu haben. Die Genesung am Körper und auch am Geist wenn man so will. Ich habe mich noch eine ganze Weile mit Mike zu diesem Thema unterhalten. Mich bedankt und im Hotelzimmer noch über die Eigenart Mensch nachgedacht. Ich hätte nie von mir geglaubt so ängstlich zu sein. Durch die Angst und die spärliche Nachbetreuung, resp. die fehlende Information wie ich mit mir und dem Fuss umzugehen habe, bin ich so weit gegangen einen Teil meines Körpers einfach auszuklammern. Ich kann jedem der in einer ähnlichen Situation ist folgendes Raten:

  1. Im Spital nach klaren Instruktionen zum Thema Wundversorgung und Körperhygiene fragen. Wie muss ich einen Verbandwechseln? Die Wunde reinigen und versorgen? Was darf ich und was nicht?
  2. Mit dem Physiotherapeuten über die entstandenen Probleme und Ängste reden
  3. Allenfalls Psychische Unterstützung anfordern
  4. Möglichst bald mit Körperarbeit (Massagen) beginnen um den Körper darin zu unterstützen "ganz" zu bleiben. Schonhaltungen und Folgebeschwerden können so effektiv behandelt werden. Man fühlt sich so im generellen wohler im eigenen Körper was eine positive Auswirkung auf den Genesungsprozess hat. Bei der Wahl des Therapeuten darauf achten, dass es sich um einen erfahrenen Menschen handelt mit dem Sie ausführlich über das vorhandene Problem und allfällige Ängste gesprochen haben. Sollten Sie sich nicht sicher sein ob Sie eine Massage erhalten dürfen, können Sie sich immer vorerst mit Ihrem Arzt absprechen.


Alles Weitere ist eine Frage der Geduld. Der Körper braucht seine Zeit um wieder zur alten Form zu gelangen. Leider geht es einem als Leittragender immer zu langsam. Teilweise hilft es sich das Ganze auch als Entschleunigungsprozes anzusehen. Ein Unfall kann einem die Gelegenheit geben sein Leben ein wenig von aussen zu betrachten. Dinge mal anders angehen zu müssen verändert die eigene Perspektive was nicht unbedingt schlecht sein muss.
Eine Operation ist ein grosser Eingriff und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Auf den eigenen Körper und dessen Bedürfnisse zu hören, ist gerade in einer solchen Situation besonders wichtig. Alles andere kann warten.

Gerade für mich als Körpertherapeuten sind diese Erlebnisse nach einer Operation besonders eindrücklich. Ein weiteres Mal fühle ich mich bestätig mit Massage und Körperarbeit wirklich Menschen helfen zu können. Das Erwachen meines Körpers durch die Arbeit eines Therapeuten war für mich ein echtes Geschenk. Ich kann nur jedem raten Unterstützung einzufordern. Auch schon mit Selbstmassage kann viel erreicht werden, jedoch sind die eigenen Blockaden nicht immer wirklich einfach zu überwinden, so ist die Hilfe von aussen in diesen Situationen einfach effektiver.

Gute Besserung...

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Alex Kallivroussis ist seit 2011 im Bereich der Massage und Körperarbiet tätig. Neben der Passion zur Massage ist er seit über 16 Jahren als Spezial ist für neue Medien unterweg. Websites, Social Meda, 3D, Video und alles was mit visueller Kommunikation zu tun hat lassen sein Herz ebenso höher schlagen wie alles was sich um den menschlichen Körper dreht. In seinen Berichten kommen so wohl Dinge aus dem Berufsalltag als Masseur vor, als auch Tipps für Marketing oder Anwendungen bei Behandlungen. Im Moment kurriert er gerade einen Achilles Sehnen Riss aus und kann daher leider keine Massagen geben. Umso mehr arbeitet er an den neusten Blog Einträgen und freut sich auf viele Kommentare und Anregungen. Alex lebt in Zürich wo er auch seine kleine Massage Praxis betreibt.

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Gast Sonntag, 20 August 2017

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